
28.1. 21:00
Vampir- und Zombie-Casino-Party. Um phantasievolle Abendgarderobe wird gebeten. Soli für Repressionskosten vom 11.11. (Warschau).

Die Linienstraße lädt zum Gelage, und zwar am 3.12.2011 in die KvU.
Live dabei: Abeueda (Desert Rock), Budyet (Frunk), Sheef (Punk aus B)
An den Konserven: DJ Moe (trash/all times), Cable Street Beat Soundsystem (antifascist)
Das ganze ist ne Knastsoli. Kommt also zahlreich und zahlungskräftig ab 20:00 in die Kremmener Straße 9-11!
Am Morgen des 29.6.2011 verschaffte sich ein schwerausgerüsteter Bautrupp Zugang zum Gelände des Werkstattprojekts Linienhof. Unter den Augen anwesender Polizeibeamter einer Einsatzhundertschaft sowie des Abschnittes 31 sowie in Zivil brach dieser die Türen der Werkstätten auf und errichtete Bauzäune, die zusätzlich mit Nato-Draht gesichert wurden. Schlimmeres konnte durch das Eingreifen aufmerksamer NachbarInnen verhindert werden.
Mithilfe einer alarmierten Anwältin des Vereins wurde ein Baustopp ausgehandelt. Bis zur gerichtlichen Klärung der Nutzungsverhältnisse wurde das Grundstück polizeilich beschlagnahmt.
Diese ist mittlerweile durch, deshalb lädt der Linienhof am Sonntag und Dienstag zu offenen Werkstätten, in denen in Workshops schmieden und schweißen gelernt, geflext, gesägt, etc. werden kann.
Da der Linienhof offenbar an eine neue Eigentümergesellschaft verkauft worden ist, deren VertreterInnen die Aktion am Mittwoch mit großem Interesse überwacht haben, ist dennoch keine Entwarnung angebracht. Achtet auf Ankündigungen!
indy 1 | 2
pressemitteilungen kathedrale & wind säen e.V. (pdf)
linienhof 1 | 2
auguststraße

ab 14:00 Uhr
Treffpunkt: Auguststr. Ecke Kleine Hamburger Straße
2 bis 3 Stunden, anschließend Kaffee und Kuchen
Ein Spaziergang durch die Kieze Prenzlauer Berg und Mitte mit
Informationen zu den Themen Mietsteigerung, Privatisierung, Verdrängung
und Kommerzialisierung auf hohem Niveau.
In den vergangenen 20 Jahren hat die Gegend um den Rosenthaler und den
Teutoburger Platz einen kompletten Wandel vollzogen. Ca. 80 Prozent der
Bewohner/innen hat sich ausgetauscht. Die wenigen unsanierten Gebäude
und Hausprojekte dienen mittlerweile als Kulisse für Fotoshootings von
Lifestyle Magazinen. Immobilienspekulationen, Luxussanierungen und eine
auf auf privatwirtschaftliche Interessen ausgerichtete
Stadtentwicklungspolitik führten zu einer massiven Verdrängung weniger
betuchter Einwohnerinnen und Kleingewerbe. Ein Hotel jagt das nächste
Hostel und eine Galerie präsentiert teure Kunst neben der Edelboutique,
die Schlüpfer für schlappe 100 Euro anpreist.
Von dem früheren Alltag und Leben rund um den Rosenthaler Platz ist
nicht mehr viel übrig. Das „Erscheinungsbild“ ist geprägt durch Massen
an Touristen und eine wohlsituierte Anwohnerschaft, die in überteuerten
Cafés ihren Latte schlürft.
Auf unserem Spaziergang liefern wir Einblicke und Hintergründe in die
verfehlte Stadtentwicklungspolitik, zeigen Beispiele für Verwandlung und
Verdrängung, besuchen Projekte, die sich gegen den Trend stemmen und
beenden den Rundgang bei lecker Kaffee und Kuchen, um sich in netter
Umgebung auszutauschen.
Kiezgruppe Mitte/Prenzlauer Berg
Emailkontakt: kiezen [ät] riseup [punkt] net
Der Wahnsinn kennt keine Grenzen mehr. Neukölln, Wedding, und Weißensee und Lichtenberg werden mittlerweile genauso gentrifiziert wie Mitte, Prenzlauer-Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. Zwar ist der „Aufwertungsprozess“ in diesen Bezirken längst noch nicht so weit fortgeschritten, doch trotzdem ist in diesen Kiezen schon jetzt für jede_n spürbar, dass „Gentrifizierung“ kein bloßes Innenstadtphänomen ist, das am S-Bahnring Halt macht. Prenzlauer Berg und Mitte sind in Berlin wohl mit Abstand die schlimmsten Beispiel für eine komplett gegen die Wand gefahrene Stadtpolitik.
Die Erinnerungen an Prenzlauer Berg als Epizentrum der Ostberliner Hausbesetzer_innen-Szene wirken heute fast schon absurd. Vielmehr steht der Prenzlauer Berg beispielhaft für die Unvereinbarkeit von Kapitalinteressen und dem Wunsch nach einem guten oder irgendwie „gerechten“ Leben. Er ist der in Ocker und Alpinaweiß getünchte Beleg dafür, wie es laufen kann, wenn dieser Entwicklung nichts entgegengesetzt wird.
Verdrängung – „Ohne Kompromisse“
„Ohne Kompromisse“ prangt es auf den Werbetafeln des „Marthashof“ im Oderberger-Dreieck, beinahe so als wäre die Verdrängung der alten Nachbarschaft gemeint. “Gated Communities“ – geschlossene Wohnanlagen, abgeschirmt durch Zäune und kampferprobte Securities, sichern nicht nur das komfortable Wohnen der neuen Upperclass, sondern auch deren Besitz. Soziale Widersprüche sollen schön draußen bleiben. Der Terrassenparkplatz für das eigene Auto (bspw. das „Carloft“ in Kreuzberg) oder die hauseigene Garage sind darum nicht bloß Prestige, sondern wirksamer Schutz vor den Gefahren der Nacht.Trotz des hohen Einkommensniveaus im Prenzlauer Berg musste bisher jede_r Fünfte wegen zu hoher Mieten wegziehen. Und so ist es kein Zufall, dass die Bevölkerung seit den 90er Jahren zu mehr als 80% ausgetauscht wurde. Die Behauptung, diese Entwicklung sei lediglich Resultat des „natürlichen“ Laufes der Marktgesetze, ist schlichtweg falsch. Auch wenn es Marktakteur_innen und -logiken gibt, wird der „Immobilienmarkt“ durch Fördergelder, Bau-, Miet-, und Steuergesetze politisch-administrativ gelenkt.
In diesem Monat jährt sich die Besetzung der Linienstraße 206 zum zwanzigsten Mal. Das muß gefeiert werden und zwar mit einem rauschenden Outdoor-Straßenfest mit Bühnenprogramm, Infoständen, Bespaßungseinrichtungen, Kaffee, Kuchen, Vokü, Filmen, Siebdruckworkshop, Umsonstflohmarkt und einer mobilen Häuserausstellung! Das ganze steigt am Samstag, den 15.5. ab 14:00 in der Kleinen Rosenthaler Straße. Das ist die zwischen dem Haus und dem Garnisonsfriedhof (ehemals Totengasse…). Kommt alle vorbei und stoßt mit uns auf die nächsten 20 Jahre an!!!!
Lineup:
- Burn Flag (HC)
- Kasulke (Swing)
- Volkspark (Free Jazz)
- Extreme Magenprobleme (Trash/Industrial)
Am nächsten Morgen, also am Sonntag, veranstalten die North East Antifascists ab 12:00 einen nahrhaften Kiez-Brunch. Wenn die Sonne scheint, findet das bei der Hütte auf dem Teuteburger Platz statt, bei Wind & Wetter hingegen in den Räumen des Subversiv e.V.
Special Info für AnwohnerInnen: Das ganze ist angemeldet und genehmigt. Ab Mittwoch oder so wird die Kleine Rosenthaler also mit Parkverbotsschildern vollstehen, die am Samstag für den Abschnitt zwischen August- und Linienstraße gelten. Hoffentlich laßt Ihr Euch davon die Laune nicht verderben und Euch nicht vom Mitfeiern abhalten. Einladung ist bei Euch im Briefkasten und hiermit nochmal wiederholt!

Seitdem am 13. November 2009 der letzte Berufungsprozess um die Kündigungen der Mietverträge der Liebigstraße 14 verloren sind, muß quasi jeden Moment mit der Zustellung der Räumungsbescheide gerechnet werden.
Die Besitzer, der Kinderschutzbund-Angestellte E. Thöne und der Rigaer94-Besitzer S. Beulker sind mit ihren fadenscheinigen Kündigungen also juristisch ihrem Ziel bedrohlich nahe gekommen: das seit 1990 bestehende Hausprojekt zu zerstören und die Bewohner_innen samt mehreren kleinen Kindern auf die Straße zu setzen.
Am 16.11.2009 hatte die Berliner Polizei dann gleich mal das Eindringen in das Haus geübt, angeblich, um Beweismittel im Zusammenhang mit sogenannter „Haßbrennerei“ sicherzustellen, tatsächlich aber, um die Bewohner_innen zu schikanieren und rechtzeitig zum Winter die Kamine unbrauchbar zu machen.

Die Hausgemeinschaft läßt sich davon allerdings nicht einschüchtern und organisiert ab dem 28.1.2010 ein 10-tägiges Festival. Dafür bittet das Kollektiv um Unterstützung. Angefangen vom Plakatekleben können alle ein Stück dazu beitragen, mit einem gigantischen Festival Öffentlichkeit zu schaffen und ihre Unterstützung und Solidarität mit dem räumungsbedrohten Projekt zu zeigen.

Die wba bereitet sich indes auf die Räumung vor und ruft dazu auf, mit dezentralen Aktionen schon im Vorfeld Druck auf die Verantwortlichen auszuüben und wenn überhaupt, eine sehr teure Räumung in Aussicht zu stellen. Ein Unterstützungsaufruf lädt zur Solidarisierung ein.
Sorgen wir dafür, daß die Liebig14 nicht nach der Brunnen183 das zweite geräumte Hausprojekt in wenigen Monaten ist! Kommt zum Festival und beteiligt Euch, vernetzt Euch, bildet Banden! Zeigen wir Politik und Polizei daß die Liebig14 nicht alleine ist!!
Am Dienstag, den 24.11. räumte ein Großaufgebot der Berliner Polizei das Hausprojekt in der Brunnenstraße 183. Weil der Gerichtsvollzieher die Räumungsbescheide angeblich nicht zustellen konnte, traf die rechtswidrige Räumung die BewohnerInnen fast völlig unvorbereitet. Daher bekam die Polizei kaum Gegenwehr zu spüren.
Das Vorgehen gegen die Brunnen 183 fällt in einen Zeitraum massiver medialer Stimmungsmache gegen Berliner Hausprojekte. Eine Woche vor der Räumung brach die Polizei brutal in die Liebigstraße 14 sowie 34 ein, um im Sinne der in der Nacht zuvor erfolgten Festnahme des vermeintlichen Brandstifters Tobias Beweise sicherzustellen. Dabei wurden BewohnerInnen körperlich angegriffen oder in Räume eingesperrt. In der Liebigstraße 14 versuchten Beamte darüber hinaus, den Kamin unbrauchbar zu machen.
Obwohl keine Beweismittel gefunden wurden und Tobias nichts nachgewiesen ist, forderte die Blut- und Spermapresse sofort die Vernichtung der angeblichen „Terrornester“ Liebig 14 und Brunnen 183, der einzigen Häuser in Berlin also, für deren Räumung zumindest aus Sicht von Polizei und Justiz halbwegs hinreichende rechtliche Vorraussetzungen geschaffen sind. Zumindest zum Teil erfüllte nun die Berliner Polizei die Forderungen der Springerpresse.
Obwohl die Brunnenstraße 183 in Berlin ein sehr umstrittenes Projekt war, bieten die seit der Räumung laufenden Solidaritätsaktionen einen Vorgeschmack auf das, was im Falle einer weiteren Räumung passieren wird. So gab es an drei aufeinanderfolgenden Tagen Demonstrationen, zu deren Repression die Polizei massenhaft Kräfte aus Sachsen und Brandenburg anfordern mußte. Nachts gab es Brandanschläge, Straßenbarrikaden und zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zu solidarischen Aktionen kam es außerdem u.a. in Bremen, Potsdam, Wien und Hamburg. Darüber hinaus ruft die Kampagne wir bleiben alle! zum Aktionsmonat auf.
Es scheint, als hätte sich die Polizei durch den wachsenden medialen Druck dazu gezwungen gesehen, eine Eskalation einzuleiten. Bisher fielen die Behörden vor allem durch Planlosigkeit auf. Drei Häftlinge, gegen die wegen brennenden Autos ermittelt wurde und wird, mußten nach monatelanger Untersuchungshaft freigelassen werden. Die Verantwortlichen bekunden selbstverständlich nun kein Bedauern darüber, daß aufgrund ihres blinden Aktionismus irgendwelche Leute willkürlich für ein halbes Jahr weggeknastet werden, sondern darüber, zu blöd zu sein, ihnen etwas anzuhängen. Deshalb wird auf Hochtouren gearbeitet. Dabei kommen Machwerke heraus wie die sichtlich hektisch zusammengeschusterte Broschüre zu „linksextremer Gewalt“ des Berliner Verfassungschutzes. Daß neben denen, die der VS als „linksextremistisch“ und „gewaltbereit“ einstuft, auch noch ein Großteil der Bevölkerung daran interessiert sein könnte, das Investitionsklima in ihren Bezirken mittels Sachbeschädigungen abzudämpfen, nämlich alle, die von der rasanten Gentrifizierung der Innenstadtbezirke betroffen sind, die ihre Wohnungen verlieren weil Investoren sie in Eigentum umwandeln oder die sich einfach die Miete nicht mehr leisten können, weil Neubauprojekte für Bestensverdienende den Mietspiegel verderben, ist Verfassungsschutz, Polizei und Presse völlig egal.
Mit dem Einmarsch in die Liebig 14, die Liebig 34 und schließlich die Brunnen 183 hat die Polizei nun die bürgerliche und vor allem die Boulevardpresse als Verbündete in der Kriminalisierung von alternativen und linksradikalen Wohnstrukturen gewonnen. Dabei wird gelogen daß sich die Balken biegen, aber egal. In einer lächerlichen Zusammenstellung der Projekte, die er offenbar gern als nächstes plattgemacht haben möchte, listet der Berliner Kurier auch die Linenstraße 206 auf. Daß in dem Artikel kaum eine Silbe Sinn ergibt und bei mehreren der abgebildeten Häuser nicht einmal die Adressen stimmen, ja nicht einmal der Name des letzte Woche Verhafteten richtig abgeschrieben werden kann, wirft ein Licht darauf, mit welcher Aufregung und welcher Ignoranz hier Stimmung gemacht werden soll. Den Apologeten der profitorientierten Stadtumstrukturierung kanns Recht sein, werden doch mit den verbliebenen Berliner Hausprojekten in der Regel gut organisierte Hausgemeinschaften kriminalisiert, die am ehesten in der Lage sind, sich gegen Repressalien durch Vermieter und Hausverwaltungen zur Wehr zu setzen. Der Teil der Leserschaft der Bumsblätter von Berliner Verlag und Springer, der selbst von Gentrifizierungsprozessen betroffen ist, kann ja durch die laufende Kampagne gegen vermeintliche „Terrornester“ vielleicht erfolgreich davon abgelenkt werden.
Casinoparty in der Linie!!
geboten werden Roulette, Blackjack, Poker, Cocktails, Bier und kuschelige Ofenwärme!! Wenn Ihr Euch lasonfähig anzieht, kommt Ihr umsonst rein!!! Beginn 22:00! Yeah!!!




