Archiv für August 2008

Spekulantenseite defaced

Besser spät als nie: Vor zwei Wochen wurde die Internetpräsenz der Hausverwaltung der Rigaer94 und der Liebig14 von Unbekannten defaced und die Linienstraße findet Erwähnung.

Die Seite war etwa einen Tag lang nicht zu erreichen.

Zum Verkauf

Die Linienstraße 206 wurde Anfang Juni verkauft. Seit in Frühjahr überraschend Interessenten aufgetaucht waren, und so bekannt geworden war daß der bisherige Besitzer das Haus loswerden wollte, waren die BewohnerInnen damit beschäftigt, die finanziellen Mittel zusammenzutragen, um das Haus zusammen mit dem Mietshäusersyndikat selbst zu erwerben. Völlig unerwartet erschien dann auf einmal ein Herr an der Haustür, der sich als der neue Eigentümer zu erkennen gab. Der Vorbesitzer hatte das Haus also heimlich veräußert. (-> indymedia)

Der neue Eigentümer ist Teilhaber der in Mitte ansässigen Immobilienfirma Kühl & Partner. Er hat angekündigt, Eigenbedarf für einzelne Wohnungen anzumelden und die Herausgabe des Haustürschlüssels verlangt. Beides würde den Fortbestand unseres Projektes natürlich unmöglich machen. Sein Angebot für die Auflösung aller bestehenden Mietverträge belief sich auf 40.000 €.

Inzwischen hat er darauf die Antwort erhalten. Statt uns rauskaufen zu lassen, wollen wir das Haus als bezahlbaren Wohnraum, Ort solidarischen Miteinanders und Teil der linken Häuserstruktur um den Rosenthaler Platz verteidigen! Yuppieboutiquen und ausgebuchten Hotels in Neubaupalästen muß weiterhin etwas entgegen gehalten werden. Berlin bleibt dreckig!

Brunnen183, Schokoladen und Linie206 bleiben!!!

Unterstützung ist uns natürlich willkommen und wichtig. Deshalb kommt alle zum UnterstützerInnentreffen am Donnerstag, den 21.8. um 18:00 in die Linienstraße 206!!! Wir freuen uns!

wir bleiben!

Willkommen auf dem Blog der Linienstrasse 206. Auf diesem Wege wollen wir Euch ab jetzt auf dem Laufenden halten und Euch über das Haus, unsere aktuelle Situation und kommende Aktionen informieren.

Die Linienstrasse 206 ist, wie viele andere bedrohte Projekte, ein wichtiger Teil der linken Kultur in Berlin. Jedes einzelne dieser Projekte ist wichtig und wird von uns verteidigt werden. Durch die fortschreitende Umstrukturierung wird die Verdrängung linksalternativer Kultur und Lebensentwürfe aus dem Stadtbild immer weiter vorangetrieben.

Unsere Projekte sind aber nicht nur kleine Oasen ideologischer Träume, sondern alltägliches Leben von machbaren Alternativen zum kapitalistischen Mainstream. Daher setzen sie auch und gerade in den Innenstädten wichtige Zeichen und dürfen nicht von Yuppification und Kommerzwahn kaputt gemacht und an den Rand getrieben werden.

Durch den überraschenden Verkauf des Hauses an einen Investor hat nun auch die Bedrohung unseres Projektes eine neue Dimension angenommen. Unsere Pläne, das Haus in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Mietshäusersyndikat selbst zu kaufen, und es so dem Immobilienmarkt dauerhaft zu entziehen, wurden somit durchkreuzt.
Stoppen lassen wir uns aber nicht!

Wir bleiben alle!
Achtet auf Ankündigungen!