Archiv für Dezember 2012

Weltuntergang 2012: Teilerfolg in Charlottenburg

Das Buendnis Zwangsraeumung verhindern! und die Linienstraszen-Soligruppe dokumentieren die gestrige Kundgebung am Amtssitz unseres Anteilseigentuemers F. Wadler in Charlottenburg. Wir freuen uns ueber die Beteiligung von Zwangsraeumung verhindern, die in ihrem Redebeitrag unsere Situation in einen Zusammenhang mit von Entmietungsbestrebungen betroffenen Menschen wie der Familie Gülbol aus der Lausitzer Strasze stellten.


Wir selbst finden dasz kaum genug darauf hingewiesen werden kann, dasz die Bedrohung und Vernichtung von Hausprojekten wie der Linie206 oder der Liebig14 und die Zunahme an gewaltsamen Zwangsumsiedlungen von MieterInnen Ausdruck derselben Entwicklung sind. Bei der Gelegenheit wollen wir ein ums andere mal betonen, dasz die Linienstrasze nicht bis heute bestehen koennte, wenn ihre BewohnerInnen, UnterstuetzerInnen und NutzerInnen nicht als geschlossene Gemeinschaft auftreten wuerden. Auch wenn nicht alle Menschen in politischen Hausprojekten wohnen wollen, moechten wir MieterInnen, die von Politik und Privatwirtschaft zum Kollateralschaden der innerstaedtischen Stadtentwicklung erklaert werden, unbedingt dazu raten, sich in entschlossenen Hausgemeinschaften zu organisieren, um sich der Zumutungen des allgemeinen Aufwertungsdrucks selbstbewuszt erwehren koennen.

Vielen Dank an die OrganisatorInnen der Kundgebung und alle, die am Freitag trotz dramatischer Auszentemperaturen den weiten Weg nach Charlottenburg angetreten sind!
Indy mirrors:

Am 21.12. ist Weltuntergang!

Weil sie dieses Jahr bereits frueh in festliche Stimmung gekommen sind, wissen Hauseigentuemer und Schrottwichtel B. Lippert und F. Wadler schon jetzt, was bei zu einem rundum gelungenen Weihnachten sorgen wuerde; so haben sie einen groszen, gueldenen, auf Buettenpapier gemalten und nach Zimt duftenden Brief in die Linienstrasze 206 geschickt. Jetzt sind sie aufgeregt und voller Vorfreude auf die Bescherung und koennen es gar nicht erwarten, endlich ein paar Leute auf die Strasze setzen zu duerfen.

Einige freundliche Mitmenschen sind not amused ob des ungemuetlichen Geredes von Raeumung und gewaltsamem Zutritt und ueberhaupt genervt vom rueden Ton, den die Herren Landlords sich allmaehlich angewohnen und wuerden denen das gern einmal in aller Ausfuehrlichkeit auseinandersetzen. Gelegenheit dazu gibt es am morgigen Freitag bei einer fuer diesen Zweck angemeldeten Kundgebung in Charlottenburg und zwar bereits ab 15:00, vor der Knesebeckstr. 68-69. So sollten es hinterher alle puenktlich zum ebenfalls im Laufe des Tages stattfindenden Weltuntergang schaffen, und wenn der wider Erwarten doch noch abgesagt werden sollte, koennen wir ja stattdessen wenigstens unserem Vermieter einen kleinen Doomsday bereiten.

Kommt zahlreich und macht mit uns deutlich, dasz wir uns die juengsten Angriffe auf das Hausprojekt Linienstrasze nicht werden gefallen lassen.

Hier die Eckdaten nochmal langsam zum Mitschreiben:

wann? Uhrzeit? und wo? ???
Freitag,
21.12.’12
15:00 Knesebeckstr.
68-69
[Karte]

L206 ÖPNV Service plus™:

U1 Uhlandstr. U9 Kudamm. U2 Zoo S Savignyplatz M29 Bleibtreustr.

Räumungsklage gegen Linienstraße 206, Berlin Mitte – das falsche Geschenk!

Dieser Tage erreichte das Hausprojekt Linie206 ein Schreiben der Anwaltskanzelei Dupré, Schmidt und D`Oleire mit der Klageschrift für eine Wohnung. Von Lippert und Wadler, den Eigentümern, beauftragt hat der Rechstanwalt Jörg Schmidt einer Bewohnerin eine Klageschrift zugesendet und sie um die Herausgabe der Wohnung angewiesen. Im Klartext heisst das, Lippert und Wadler wollen die Bewohner_innen der Linie206 räumen lassen. Leider müssen wir davon ausgehen, dass weitere Räumungsklagen folgen. Bernd-Ullrich Lippert und Frank Wadler sind auf keines unserer Angebote eingegangen, haben keine Reparaturen durchgeführt, die Schlüsselherausgabe erzwungen und wollen nun ihr Eigentum auf gerichtlichen Weg erstreiten, in dem wir wohnen und welches wir bewohnbar machen.
Wir werden uns dagegen wehren. Keine Wohnung in unserem Hausprojekt wollen wir Lippert und Wadler geben.

Wenn ihr wollt, unterstützt uns in unserem Kampf gegen die Vertreibung und für den Erhalt eines Hausprojektes in Berlins neu-gemachter Mitte. Seid solidarisch mit allen Mieter_innen-Kämpfen und bedrohten Projekten.

Ob Nuriye, ob Kalle – Wir bleiben alle!

http://linie206.blogsport.de
http://killerkommandorollkoffer.bandcamp.com